00:00:01: Tatortgesundheit, euer TrueMate Podcast ab im Jahr oder im Jahr.
00:00:08: Was könnt ihr erwarten?
00:00:10: Ihr könnt spannende Inhalte erwarten über eure gesamten Medizin, Nahrung und Nährstoffe, Tricks und Kniffe eurer Gesundheit, spannenden Sachverhalten aber auch einmal Kriminalfälle und nicht bekannte Hintergründe die alle von mir recherchiert worden sind?
00:00:28: und für euch spannend aufbearbeitet werden.
00:00:31: Ich bin Dr.
00:00:32: Med Frank Essers, Master für Mikronechstofftherapie und Regulationsmedizin und von Haus aus Orthopäde und kann über dreißig Jahre Medizinerfahrung in diesen Podcasts und für Euch einarbeiten.
00:00:48: Hallo meine lieben Zuhörer ja seid begrüßt zum Teil zwei des großen Fettfinals.
00:00:55: Ja, heute kommt nochmal alles in ein rundes Paket was denn beim Fett wichtig ist.
00:01:02: Und natürlich wie ihr schon bekommen habt steht beim Fetts die Regulation der Fette also Cholesterin, die verschiedenen Cholasterin-Arten und auch die Blutfette im Vordergrund weil sie letztendlich das Risiko einer zukünftigen Herzkreislauferkrankung mitbestimmen.
00:01:22: Beginn möchte ich heute mit einem Interview, also nicht mit mir, sondern mit mir als KI-Assistenten.
00:01:30: Also meine geklonte Stimme!
00:01:31: Mit Maria ist eine Medizinstudentin im hohen Studiensemesteranzahl, die sehr interessiert mit mir das Thema Cholesterinsenkund bespricht.
00:01:47: Hallo und herzlich willkommen.
00:01:49: Stell dir die Wand einer Arterie wie ein stilles Flussufer vor.
00:01:54: Über viele Jahre lagern sich dort LDL-Kolesterin und andere Teilchen ab, die Apolipoprotein B tragen.
00:02:02: Der Körper antwortet darauf mit Entzündung – und so entstehen langsam Plaxe, die mit der Zeit größer werden!
00:02:08: Die neue europäische Leitlinie sagt dazu ganz klar... LDL-Kolesterin ist nicht nur ein Risikomaker, sondern eine direkte Ursache der Atherosklerose.
00:02:20: Heute geht es darum was das für alle Risikogruppen bedeutet – nicht nur für Menschen nach einem Herz infarkt!
00:02:26: Lieber Frank, womit fangen wir an?
00:02:28: Zuerst
00:02:29: ist es wichtig zu wissen, was dieses Dokument eigentlich ist.
00:02:32: Es handelt sich nicht um eine ganz neue Leitlinie, sondern um einen Focused Update der europäischen Leit Linie von.
00:02:40: Es greift nur die Themen auf, zu denen seit zwei tausend neunzehn relevante neue Studiendaten vorlagen – nämlich aus zwölf klinischen Studien und Meteranalysen.
00:02:50: Der Text ist ein Konsens von etwa zwanzig Autorinnen und Autoren der Fachgesellschaften ESC-und EAS sowie rund hundert Gutachtern aus aller Welt.
00:03:15: Das klingt zunächst fast kämpferisch, aber der Gedanke dahinter ist ja sanft.
00:03:20: Wir geben der Gefäßwand weniger zu tun und weniger Zeit sich damit herumzuschlagen!
00:03:26: Und wie viel weniger?
00:03:28: Das hängt vom Risiko des einzelnen Menschen ab –
00:03:31: richtig?!
00:03:32: Wie wird dieses Risiko denn bestimmt?
00:03:34: Genau, für Menschen ohne bekannte Gefäßerkrankung im Alter von vierzig bis neunundsechzig Jahren empfiehlt das Update die Risikorechner SCORE II und für ältere Menschen von siebzig bis nurneunachtzig Jahren SCOREII OP.
00:03:49: Der große Unterschied zum früheren Score – Die neuen Rechner zählen nicht nur tödliche sondern auch NICHT tödliche Ereignisse.
00:03:56: deshalb wurden die Schwellen neu festgelegt.
00:03:59: Wichtig ist außerdem, der Score dient nur der Einordnung vor Beginn der Therapie nicht der Neubewertung im Verlauf.
00:04:07: Und wer bereits einen eindeutigen Nachweis einer bedeutsamen Arteroschirose hat, gilt automatisch als Mensch mit sehr hohem Risiko.
00:04:14: Da braucht es keinen
00:04:15: Rechner.".
00:04:16: Der Score ist also eine Art Startschuss und danach wird nicht mehr neu gerechnet?
00:04:20: Genau so!
00:04:21: Der Score sortiert einen Menschen am Anfang in eine Kategorie ein.
00:04:26: Danach zählt vor allem ob der Zielwert erreicht wird und das sehen wir an den Laborkontrollen.
00:04:31: Deshalb sind diese Kontrollen so wichtig.
00:04:33: Außerdem ersetzt kein Rechner das ärztliche Gespräch.
00:04:36: Familiengeschichte, Lebenssituationen und Begleiterkrankungen fließen immer in die Entscheidung mit
00:04:41: ein.".
00:04:42: Dann lasst uns die Treppe von ganz oben hinunter gehen!
00:04:45: Wer steht auf der höchsten Stufe?
00:04:50: Ganz oben steht das extreme Risiko – gemeint sind Menschen mit Gefäserkrankung in mehreren Gefäßgebieten oder mit wiederholten Herzinfarkten- oder Schlaganfällen innerhalb kurzer Zeit.
00:05:03: Für sie liegt der Zielwert beim LDL-Kolesterin unter vierzig Milligramm pro D-Ziliter, das sind eins Komma Null Millimole pro Liter.
00:05:11: Eine kleine Einordnung gehört dazu – Der Kommentar der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie betont dass die Zielwerte gegenüber zwei Tausend Neunzehn insgesamt nicht verändert wurden weil sie durch die neuen Studien weiter gestützt wurden.
00:05:25: Die Zusammenfassungen einzelner Fachgesellschaften heben die extreme Risikogruppe dagegen als besonderen Schwerpunkt hervor.
00:05:32: Die Quellen setzen also unterschiedliche Akzente.
00:05:36: Das ist
00:05:39: das sehr hohe Risiko, dazu zählen Menschen mit bekannter Gefäßerkrankung in der Fachsprache ASCVD außerdem Menschen mit schwerem Diabetes oder schwerer Nieren.
00:05:50: ins Offizienz Der Zielwert liegt unter Und zusätzlich soll das LDL-Kolesterin gegenüber dem Ausgangswert um mindestens fünfzig Prozent sinken.
00:06:05: Das gilt zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, also nach einem akuten Coronasyndrom.
00:06:10: Interessant dass auch Diabetes und Nierenschwäche hier stehen!
00:06:14: Man muss also keinen Infarkt gehabt haben, um ein sehr hohes Risiko zu tragen.
00:06:20: Wie sieht es bei der nächsten Stufe aus?
00:06:22: Dem hohen Risiko.
00:06:23: Beim hohen Risiko geht es oft um einen einzelnen extrem ausgeprägten Risikofaktor.
00:06:28: Zwei Beispiele.
00:06:30: Ein Blutdruck von hundred-achtzig zu hundertzehn Millimetern HG oder höher, oder ein LDL-Kollisterin über hundertneunzig Milligramm pro Deziliter wie es bei erblichen Fettstoffwechselstörungen vorkommt.
00:06:43: Auch ein errechnetes hohes Risiko nach Score II gehört hierher.
00:06:47: Der Zielwert liegt unter siebzig Milligrammen pro Deziliter also unter eins Komma acht Millimol pro Liter und auch hier wird eine Senkung um mindestens die Hälfte angestrebt.
00:06:57: Diese Menschen hatten vielleicht noch nie ein Herzproblem, aber ihre Gefäße sind über Jahre stark belastet.
00:07:03: Das ist ein wichtiger Gedanke!
00:07:05: Es geht nicht nur um das was schon passiert ist sondern um das, was die Gefäse über die Zeit erleben.
00:07:12: und dann gibt es ja noch die große Gruppe in der sich viele von uns wiederfinden dürften – dass Moderate Risiko.
00:07:19: Beim
00:07:19: moderaten Risiko liegt ein mittleres nach Score zwei errechnetes Risiko vor.
00:07:25: Der Zielwert liegt unter ... also unter... Das sind Menschen, die sich oft völlig gesund fühlen.
00:07:36: Gerade hier ist die Frage spannend ob zusätzliche Faktoren das Risiko höher erscheinen lassen als der Rechner allein zeigt.
00:07:44: und genau dafür gibt es neu das Konzept der Risikomodifikatoren auf das wir gleich noch genauer eingehen.
00:07:50: Und was heißt das für Menschen mit niedrigem Risiko?
00:07:54: Können die sich ganz entspannt zurücklehnen?
00:07:56: Im
00:07:56: Grunde ja, aber nicht gleichgültig.
00:07:59: Bei niedrigem Risiko steht der Lebensstil im Vordergrund – gesunde Ernährung, Bewegungen und ein gesundes Gewicht.
00:08:06: Medikamente sind hier in der Regel kein Thema.
00:08:09: Trotzdem lohnt sich der Blick auf die Risikomodifikatoren und auf das Lipoprotein AA, denn sie können die Einschätzung verändern!
00:08:17: Außerdem verändert sich das Risiko mit dem Alter.
00:08:20: Deshalb ist es sinnvoll, es von Zeit zu Zeit neu einschätzen zu lassen.
00:08:32: Das
00:08:35: sind Faktoren die im Score nicht auftauchen aber das Risico beeinflussen.
00:08:39: Erstens Familie und Lebensumstände Verwandte mit früher Herzerkrankungen, also Männer unter fünfundfünfzig und Frauen unter sechszig Jahren.
00:08:48: Eine südasiatische Herkunft, Stresssymptome, Einsamkeit, Übergewicht, Bewegungsmangel, chronische Entzündungen, psychische Erkrankungen eine frühe Menopause, einer HIV-Infektion, Schlafabnö sowie Präeklampsie oder andere Bluthochdruckerkrankung in der Schwangerschaft.
00:09:07: Zweitens Biomarker Ein dauerhaft erhöhtes HSCRP über zwei Milligramm pro Liter und ein erhöhteres Lipoprotein A. Dazu kommen Zeichen von Plux in der Bildgebung etwa einen erhöhter Calcium-Score der Herzkranzgefäße.
00:09:22: Bei moderatem Risiko rechtfertigt das die Einstufung in eine höhere Kategorie.
00:09:26: Schön, dass auch Stress und Einsamkeit dabei sind.
00:09:29: Unser Herz bemerkt offenbar unser ganzes Leben nicht nur unsere Blutwerte.
00:09:35: Aber jetzt zur Behandlung.
00:09:37: Früher hat man mit einem Statin angefangen, gewartet und dann die Dosis langsam erhöht.
00:09:43: Was ist daran das Problem?
00:09:45: Dieses schrittweise Vorgehen aus der Leitlinie von zwei tausend neunzehn hat dazu geführt dass die meisten Patienten ihre Zielwerte gar nicht erreicht haben.
00:09:53: Die Gründe sind vielfältig.
00:09:55: es werden weiterhin niedrig dosierte Statine verordnet Es gibt Sorgen wegen angeblicher Nebenwirkungen eine generelle Abneigung gegen Statine und eine zögerliche Nachsorge nach der Entlassung.
00:10:07: Das Update setzt deshalb genau dort an, nämlich bei der ersten Verordnung und beim Krankenhausaufenthalt weil danach die Motivationen und Kontakte zur Ärztin oder zum Arzt oft nachlassen.
00:10:19: Deshalb gilt jetzt nach einem akuten Corona-Syndrom wer schon Lipidsenkend behandelt wird bekommt noch im Krankenhaus eine intensivere Therapie.
00:10:28: das ist eine Klasse I C Empfehlung.
00:10:30: Wer neu startet bekommt ein hochtosiertes Statin, bei absehbar verfehltem Ziel direkt zusammen mit ECT MIP.
00:10:37: Klasse II A B In der Regel heißt das Atorvastatin oder Rosovastatin plus ECT-MIP von Anfang an.
00:10:44: Nach vier bis sechs Wochen wird kontrolliert und die Senkung ist lebenslang gedacht.
00:10:49: Funktioniert das auch im ganz normalen Versorgungsalltag außerhalb von Studien?
00:10:54: Dafür gibt es zwei Belege, Die deutsche Kampagne Jena auf Ziel hat früh ein hoch dosiertes Statin mit EZT-MIB kombiniert und bei Bedarf mit Bempeduinsäure oder PCSK neun Hämmern nachgelegt.
00:11:06: Laut dem Kommentar kamen damit alle Patienten mit ST-Hebungsinfarkt ohne bedeutsame Nebenwirkungen auf die empfohlenen Zielwerte.
00:11:13: Außerdem zeigt das schwedische Register Sweetheart Wer nach einem Herzinfarkt früh und dauerhaft sein Ziel erreicht, hat die wenigsten Ereignisse.
00:11:21: Das ist ein Zusammenhang aus Registerdaten – kein Beweis!
00:11:24: Und nach der Veröffentlichung des Updates kam noch die Studie Vesalios-CV hinzu.
00:11:29: Bei Menschen mit hohem Risiko ohne bisheriges Ereignes senkte Evolocomabereignisse und Sterblichkeit über vier Komma drei Jahre um twentyfünf Prozent gegenüber Placebo.
00:11:42: Frühe und konsequentes Senken hilft auch Menschen, die noch nichts erlebt haben.
00:11:48: Und wenn das Statin mit ECTMIB nicht ausreicht um den strengen Zielwert zu erreichen...
00:11:53: Dann folgt die Eskalation!
00:11:54: ECTMIP-PCSK IX Antikörper wie Allerochumab & Evolokumab sowie Bempeduinensäure können einzeln oder kombiniert zusätzlich zum maximal verträglichen Statinen gegeben werden.
00:12:07: Welche Kombination man wählt, richtet sich danach wie weit der Patient vom individuellen Ziel entfernt ist.
00:12:13: Inklisiran – ein PCSK-neuen Wirkstoff aus der Gruppe der SIRNA wird im Update besprochen, bekommt aber noch keine konkrete Empfehlung weil die Endpunktstudien Orion IV und Vektorion IIp erst für den Jahr.
00:12:30: Und für die sehr seltene homozygote familiäre Hypercholesterinämie gibt es mit Evina Cumab eine weitere Option.
00:12:37: Das klingt ein bisschen wie ein Werkzeugkasten, aus dem man je nach Bedarf das passende Werkzeug nimmt.
00:12:43: Ja,
00:12:43: ein Werkzeugekasten trifft es gut – das Statin ist die Basis.
00:12:47: Wenn das Ziel nicht erreicht wird kommen ECT-Mip, PCSK IX Antikörper oder Bempeduin Säure dazu….
00:12:53: Einzelnen oder kombiniert, je größer der Abstand zum individuellen Zielwert, desto stärker darf die Kombination ausfallen.
00:13:00: Wer nur knapp über dem Ziel liegt braucht oft weniger als jemand, der weit davon entfernt ist und alle Schritte werden nach vier bis sechs Wochen im Labor
00:13:08: überprüft.".
00:13:09: Ich stelle mir vor dass viele Menschen schon beim Wort Statinen abwinken weil sie Muskelschmerzen fürchten.
00:13:16: Wie häufig ist eine echte Statinunverträglichkeit denn?
00:13:20: Eine
00:13:20: vollständige Statin-Unverträgligkeit ist selten.
00:13:23: Man schätzt sie auf drei bis fünf Prozent, oft hilft schon ne niedrigere Dosis in andere Statinen.
00:13:29: oder die Hinzunahme von EZTIMIB und für die die Wirklichkeinstatin vertragen ist neu.
00:13:35: Die Bempeduin Säure empfohlen mit Klasse eins b Auf Grundlage der Studie Clear Outcomes.
00:13:41: bei hohem oder sehr hohem Risiko kann Sie auch zusätzlich zu einem Statin erwogen werden.
00:13:46: Wichtig, nicht eigenmächtig absetzen, sondern das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt suchen.
00:13:52: Das ist beruhigend.
00:13:53: und dann kommt die Frage, die vermutlich alle Zuhörerinnen und Zuhörer beschäftigt.
00:13:59: Was ist mit den natürlichen Cholesterinsenkern?
00:14:02: Fangen wir mit dem Bekanntesten an!
00:14:04: dem roten Reis.
00:14:06: Oterreis hat die beste Evidenz unter den Naturprodukten, ein amerikanisches Expertenpapier gibt ihm bei Statinunverträglichkeit sogar eine Klasse Ia Empfehlung mit einer erwarteten LDL-Senkung von fünfzehn bis fünfundzwanzig Prozent.
00:14:20: aber es gibt Haken.
00:14:21: der Inhaltsstoff Monakulin K ist chemisch identisch mit Lovastatin also können auch die typischen Statinebenwirkungen auftreten.
00:14:29: Außerdem dürfen die Kapseln kein Zitrinin enthalten, ein giftiges Nebenprodukt der Fermentation.
00:14:35: Deshalb sollten es nur hoch gereinigte standardisierte und zertifizierte Produkte sein Und die Experten betonen ausdrücklich, Nahrungsergänzungsmittel können eine Medikamententherapie nur ergänzen – nicht ersetzen.
00:14:48: Und was ist mit Fischöl, Pflanzenstoffen und Co?
00:14:52: Omega-III-Fettsäuren wirken vor allem auf die Triglyceride und senken das LDL nur um drei bis sieben Prozent.
00:14:59: Sie werden deshalb eher bei Statin Unverträglichkeit mit erhöhten Triglyseryden erwogen also bei Übergewicht, Diabetes oder metabolischen Syndromen.
00:15:08: Bei Herzrhythmusstörungen ist Vorsicht geboten, weil Fischöl in Studien rhythmus störende Effekte zeigte.
00:15:15: Pflanzliche Sterine senken das LDL um etwa sieben bis zehn Prozent und sind gut verträglich – aber nicht für Menschen mit Phytosterolemi einer seltenen Erbkrankheit!
00:15:25: Bergamotte und Sojaprodukte bekommen nur eine Klasse IIB-Empfehlung.
00:15:30: Bei Soja gibt es zudem Hinweise auf mögliche Effekte, Schilddrüse und die Aufnahme von Mineralstoffen.
00:15:36: Und wie sieht das mit Vitaminen und den vielen Pillen aus der Drogerie aus?
00:15:40: Da ist die Aussage der europäischen Leitlinie eindeutig – Es gibt keine überzeugende Evidenz dass Nahrungsergänzungsmittel oder Vitamine des Herzkreislaufrisikosenkten und sie werden dafür nicht empfohlen!
00:15:53: Professor Laufs war es darauf hin, dass es dazu viel neutrale, teils sogar negative Evidenz gab.
00:16:00: Die Basis bleibt eine gesunde Ernährung.
00:16:02: Arm angesättigten Fetten reich an Vollkornprodukten Gemüse Obst und Fisch also eine ballersstoffreiche mediterrane Kost.
00:16:10: Was
00:16:10: kann ich also im Alltag konkret tun?
00:16:13: Und wie passt das zu den Medikamenten?
00:16:15: Die Leitlinie sagt klar, Ernährungen ist die Basis, Medikamente kommen zusätzlich nicht.
00:16:20: stattdessen Wer seinen Wert durch Ernährung senkt, kann trotz der Medikamente brauchen wenn das Ziel seiner Risikogruppe nicht erreicht wird.
00:16:28: Und umgekehrt ersetzen Tabletten nicht den gesunden Lebensstil.
00:16:32: Beides gehört zusammen und beides schützt die Gefäße über Jahre.
00:16:35: Dann kommen wir zu einem Wert, den viele noch nie gehört haben Lipoprotein A. Was hat es damit auf sich?
00:16:43: Lipopprotein a kurz LPCta ist ein stark genetisch bedingter eigenständiger Risikofaktor.
00:16:50: Studien zeigen einen ursächlichen Zusammenhang mit Gefäßerkrankungen und mit der erorten Klappensthenose einer Verengung der Herzklappe.
00:16:58: Er hängt kaum vom Lebensstil ab, auch klassische Lipidsänker verändern ihn kaum.
00:17:04: Die Empfehlung lautet – jeder Erwachsene sollte LPCDA mindestens einmal im Leben messen lassen besonders bei früher Herzerkrankungen in der Familie.
00:17:13: Werte über fünfzig Milligramm pro Dezilliter sind klinisch relevant, das betrifft etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung und das Risiko steigt mit höheren Werten weiter.
00:17:23: Die Konsequenz heute ist alle anderen Risikofaktoren sorgfältig zu behandeln und dass LDL-Kolesterin besonders konsequent zu senken.
00:17:32: Spezielle RNA-Wirkstoffe senken LPCter in Studien um achtzig bis neunzig Prozent Aber Ergebnisse zu Herzerreignissen stehen noch aus.
00:17:41: Eine einzige Blutuntersuchung im Leben, die so viel verrät – das ist ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung!
00:17:49: Gebt es auch besondere Gruppen mit eigenen Empfehlungen?
00:17:52: Ja
00:17:52: zwei.
00:17:52: erstens Menschen mit HIV-Infektion.
00:17:55: Ihr Risiko für Gefäßerkrankungen is durch chronische Entzündung, Immunaktivierung und Fettsstoffwechselstörungen durch die antiretrovirale Therapie etwa verdoppelt.
00:18:06: Statine werden deshalb ab dem vierzigsten Lebensjahr zur Primärprävention empfohlen, unabhängig vom Risiko und vom LDL-Wert.
00:18:14: Wobei das Statin nach möglichen Wechselwirkungen ausgewählt wird.
00:18:18: Zweitens Menschen mit Krebserkrankungen und hohem Risiko für eine Herzschädigung durch Chemotherapie etwa mit Antrazyklinien bei Brustkrebs oder Lymphomen.
00:18:28: Dort können Statine erwogen werden um das Risiko einer Herzschwäche zu senken.
00:18:36: Das zeigt, wie sehr das Herz mit dem ganzen Körper verbunden ist.
00:18:40: Es gibt keine Gefäße die für sich allein stehen.
00:18:44: Bleiben noch die Triglyceride.
00:18:46: Spielen Sie in den neuen Empfehlungen auch eine Rolle?
00:18:49: Ja denn erhöhte Triglyseryde sind unabhängig vom LDL mit einem höheren Risiko verbunden.
00:18:55: Bei Hochrisikopatienten bleiben Statine das Mittel der Wahl.
00:18:59: Die Fibrate werden abgewertet.
00:19:01: Sie sind nicht mehr zur Senkung von Cholesterin oder zur Verringerung von Herzereignissen gedacht, nur für Einzelfälle mit hohen Triglyceriden bleiben Phenofibrat und Bezerfibrat mit Klasse IIb.
00:19:13: Hochdosiertes Icosapent ethyl kann bei hohem Risiko und erhöhten Triglyseryden erwogen werden wird in Deutschland aber derzeit nicht erstattet.
00:19:21: Beim sehr seltenen familiären Külomikronämiesyndrom kommt wohl an Esorzen in Betracht.
00:19:27: Mehrere neue Wirkstoffe gegen APU C-III befinden sich in der Entwicklung.
00:19:31: Dann fasse ich zusammen, was ich mitnehme!
00:19:35: Erstens Je früher und je stärker, desto besser Aber immer passend zum eigenen Risiko.
00:19:42: Zweitens Frag nach deiner Risikogruppe Ob niedrig Moderat Hoch sehr hoch oder extrem Und nach deinem Zielwert.
00:19:52: Drittens Risikomodifikatoren wie Stress Einsamkeit oder Schwangerschaftsprobleme zählen mit.
00:20:01: Lass dein Lipoprotein A einmal im Leben messen!
00:20:05: Wenn eine Behandlung beginnt, trage dir die Kontrolle nach vier bis sechs Wochen in den Kalender ein.
00:20:14: Ernährung ist wichtig – aber Vitamine und Pillen aus der Drogerie ersetzen keine Therapie.
00:20:20: Lieber Frank, möchtest du noch etwas ergänzen?
00:20:24: Das Wichtigste ist, dass diese Leitlinie Mut machen soll.
00:20:27: Wir haben heute sehr wirksame und gut verträgliche Möglichkeiten das LDL-Kolesterin zu senken – und je früher wir beginnen, desto mehr Zeit gewinnen die Gefäße!
00:20:37: Kolesterinsenkung ist eine Investition, die sich über Jahrzehnte auszahlt.
00:20:42: Dieser Podcast ersetzt keine ärztliche Beratungen, alles Persönliche gehört in das Gespräch mit deiner eigenen Ärztin oder deinem eigenen Arzt.
00:20:50: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:20:53: Ja, vielen Dank an meinen KI-Assistenten Frank.
00:20:55: Ich finde die geklonte Stimme hört sich doch relativ ähnlich an wie ich auch und Maria.
00:21:01: also wenn ihr das jetzt nicht so richtig mitbekommen habt was ihr alle machen müsst schaut unten in die Show Notes.
00:21:08: da findet ihr auch die ganzen Quellen Und vor allem auch Die Einschätzung Von euch in die Risikogruppen weil von der risikogupper hängt ja die Therapie letztendlich ab.
00:21:21: Und natürlich sollte man diesen Wert machen, diesen Dipoprotein Alpha oder A-Wert einmal im Leben und man sollte auch alle Fälle in Ultraschall der Herz... also nicht die Herz der Halsschlagadegefäße durchführen weil da die ersten Plax sich bilden und auch erkennbar sind.
00:21:40: Mit den Plax das haben wir ja auch gerade gehört steigt man schon eine kleine Risikogruppe auf und sollte schon das LDL weiter senken.
00:21:47: es ist nun so dass man Ganz oft familiär.
00:21:52: Einfach durch beste Diät, durch Körpergewichtsregulation, durch Ergänzungsmittel, durch naturelkundliche Verfahren und Sport Den Cholesterienwert zwar senken kann man kann oft das HDL steigern aber man kriegt es LDL nicht gesenkt und man bleibt trotzdem auf alle Fälle über ein Wert von zwei Hundert beim Cholsterien und man sollte ja unter zwei hundert kommen Wobei dann ja wieder das LDL, das HDL und das VLDL also die ganz kleinen LDLs auch noch wichtig sind.
00:22:28: Also
00:22:29: geht zu eurem Hausarzt und fragt ihn nach eurer Risikogruppe.
00:22:34: Wenn er mit der Risikogruppe nichts anfangen kann oder gar nichts misst Und den Lipoprotein A nicht anbietet solltet ihr euch Gedanken machen weil es heutzutage Standard ist und darauf baut sich alles auf.
00:22:48: Nichtsdestotrotz sind die jetzt von mir gesagten folgenden Tipps natürlich immer gut.
00:22:54: Ernährung mit diesem rotem Reis, das es in Kapselform gibt's lasst müsste mal googeln.
00:23:00: Haferflocken sollen hundert Gramm pro Tag auch gewisse Weise senken.
00:23:04: Omega-Dreifetzon habt ihr was zugehört also Fischöle.
00:23:08: letztendlich dann Sport überhaupt.
00:23:13: gesunde Sport steigt, lässt eher das gesunde HDL steigen und hat wenig Einfluss auf das LDL.
00:23:21: Kohenzung Q-Alpha oder Kohzung QA ist letztendlich wichtig gegen die Nebenwirkungen oder zur Vermeidung der Nebenwirkung von Statinen und angefangen wird dann relativ schnell auch mit Statinen.
00:23:33: ihr braucht für Statinen keine Angst da vor allem wenn ihr wisst dass die Kohzungs Q alpha Wirkung wichtig ist und auch Omega-III-Fettsäuren sehr gut unterstützen.
00:23:45: Dann fängt man die Statine an, macht wie ihr gehört habt nach vier bis sechs Wochen eine Kontrolle und nähert sich langsam seinen Zielwerten an.
00:23:54: Ich habe im eigenen Bekannten und Verwandtenkreis Menschen, die über Jahrzehnte hinweg Statinen nehmen und inzwischen schon in den neuen Ziegern sind mit einer familiären Hypercholistenrenämie also immer gut gelebt viel Sport gemacht sehr gesund gegessen, immer auf Fette geachtet und trotzdem hohe Cholesterinwerte.
00:24:15: Das darf man nicht hinnehmen.
00:24:17: das ist nicht Gott gegeben sondern die Patienten oder die Menschen in einer Risikogruppe.
00:24:22: auch wenn es eine niedrige oder moderate Risikogruppe ist sollte man dann auch mit Statinen behandeln.
00:24:30: Spätestens dann werden sich in einem mittleren Alter von fünfzig bis sechszig in einen Ultraschall der Herzschlagader erste auch kleine Placks zeigen.
00:24:40: Und dann sollte man wirklich probieren, mit welchem Aufwand man mit Statinen unter diese genannten hundert Milligramm LDL kommt.
00:24:49: Da muss man keine Hochgesikon- oder Notfallgeschichte draus machen.
00:24:54: Man kann langsam steigern, man kann mir zu solcher Art und Weise was das dient.
00:24:57: Mit zehn Milligrammen anfangen, dass manche Patienten haben vierzig Milligramme und steigert es langsam.
00:25:03: Also zehn Milligrammen schaut wie die Senkung ist Und wenn man merkt auch, man erreicht schon für die Hälfte von dem was man erreichen will.
00:25:09: Erreicht mal mit zwanzig Milligramm-Flächen hinterher das Doppelte.
00:25:13: Solange keine Nebenwirkungen sind, die möchte man gar nicht erst haben.
00:25:15: Deswegen ist Qin zum Qz immer wichtig zu nehmen... ...Qin zum Kutzehn!
00:25:21: Nicht Qc, Kutzen, Eins Null und ob in der drei Fettsäuren sind auch wichtig.
00:25:27: Deshalb habt ihr ja letztes Mal in den letzten Folge auch schon gehört oder vorletzten Folge.
00:25:31: Also diese Kombinationen sind wichtig.
00:25:33: Ihr braucht einen Hausarzt der das weiß.
00:25:38: Wenn ihr euch das, was gerade von Maria und Frank genannt worden ist mehrfach anhört oder vielleicht unten die Tipps nachlesen auch die Studienlage dazu in den Schonels seid ihr besser informiert.
00:25:51: es behauptet sich einfach mal
00:25:52: als
00:25:53: viele viele eurer Hausärzte da draußen.
00:25:57: Kardälogen sind schon inzwischen auf dem Stand.
00:25:59: Haus Ärzte leider nicht.
00:26:01: macht mindestens einmal das Lipoprotein A Das ist schon ein allein stehender Risikofaktor.
00:26:08: Klärt ab, ob ihr einen Latentendiabetes habt.
00:26:11: Dafür braucht ihr den HWI-C Wert.
00:26:14: Ist der unter ... äh ... fünf Komma Sechs braucht euch keine Sorgen machen.
00:26:17: Ab fünf Kommas sechs bis fünf Kommaa acht fünf Kommaan neun könnte ich schon einen Latentin Diabetes haben.
00:26:23: Da müsst ihr einen sogenannten oralen Glucose Toleranz Test machen.
00:26:27: Macht einen Langzeitblutdruck und schaut, ob Ihr Bedruckspitzen habt.
00:26:31: Seid ihr normalem Blutdrucks?
00:26:33: Übergewicht!
00:26:35: Beim Übergewicht ist natürlich erstmal der BMI Body Mass Index überhaupt die Maße, Größe und Gewicht wichtig aber auch das viszarelle Fett also das Bauchfett.
00:26:46: Das Fett um die Organe herum ist wichtig.
00:26:50: Und dann haben wir noch den Blutdruck.
00:26:52: Der Blut druck sollte nicht über heutzutage hundertdreißig zu siebzig oder dreißig zur achtzig sein.
00:26:59: Das ist das absolute obere Maß was man heute akzeptieren darf.
00:27:04: Hundertvierzig zu Neunzig war früher die Grenze, da weiß man das ist es zu hoch heutzutage.
00:27:08: Also Achtzig als unterer Wert, Hundertdreißig als oberer Wert.
00:27:13: macht ein Belastungs-EKG, macht einen Langzeit EKG und einen Langzerblutdruck.
00:27:18: Das müsst ihr auch nicht ständig machen.
00:27:19: wenn's okay ist dann ist es ok.
00:27:21: aber macht die Werte die ich hier genannt habe.
00:27:23: Ich werde unten alles einschreiben.
00:27:25: heute ist die zusammenfassende Folge wo alles zusammengefasst wird Und da findet ihr eben letztendlich die ganzen Shownotes die ihr eins zu eins nacheinander abarbeiten könnt.
00:27:36: Ich schreibe unten noch ein paar andere Sachen rein, wie Lebensstil und auch Trainings und ähnliche Geschichten.
00:27:42: Da könnt ihr das alles hinterher noch nachlesen oder hört einfach die Folge ein zweites und noch ein drittes Mal an.
00:27:47: Empfehlt sich natürlich auch weiter!
00:27:48: Und jetzt bleibt dran.
00:27:49: bitte kommt noch eine ganz fantastische Debatte... Die Cholesterin Lüge.
00:27:56: ist die Cholestering-Lüge eine Lügue?
00:27:58: Das Buch missleitende, misführende Literaturgeschichte.
00:28:06: Fast schon eine Literaturkrimi.
00:28:09: Die Hintergründe sind spannend das Umfeld ist spannend und wie man damit umgehen sollte wird jetzt in der Debatte aufgearbeitet.
00:28:18: Willkommen zu The Debate dem Diskursformat für den scharfen und respektvollen intellektuellen Austausch.
00:28:25: Weißt du Vor über hundert Jahren hat ein russischer Forscher, also dieser Alexander Ignatovsky Hasen mit Unmengen von Eiern und Fetterkuhmilch gemästet.
00:28:35: Und Hasen sind ja evolutionär bedingt reine Pflanzenfresser.
00:28:39: Ja absolut vorhersehbar!
00:28:41: Das Ergebnis waren natürlich totkranke Hasen – Mit massiver kaltem Blutgefäßen oder?
00:28:46: Ein echtes Desaster für den Stoffwechsel von diesen Tieren.
00:28:48: Exakt.
00:28:49: Und die ... naja... Die verrückte Konsequenz daraus….
00:28:52: Die globale moderne Medizin hat auf Basis solcher Wirklich absurden Versuche abgeleitet, dass wir dem Menschen die Butter vom Brot nehmen müssen.
00:29:00: Und stattdessen gab's industriell gehärtete Margarine!
00:29:03: Ein ganzes Jahrhundert lang wurde uns das Frühstücksaal verboten.
00:29:06: Was uns heute unweigerlich
00:29:08: vor
00:29:08: die Frage stellt hat dieser fast schon komische historische Irrweg den Grundstein für die größte und
00:29:13: vielleicht
00:29:14: gefährlichste medizinische Verschwörungserzählung
00:29:16: unserer Zeit gelegt?
00:29:17: Genau das ist unser Thema.
00:29:19: Wir setzieren heute die sogenannte Cholesterinlüge.
00:29:23: Das ist ein Begriff, der durch Bestseller von Autoren wie Professor Walter Hartenbach in die Welt gesetzt wurde.
00:29:28: Wir stützen uns in dieser Analyse auf die wissenschaftlichen Aufarbeitungen der GWUP – also der Gesellschaft zu wissenschaftlichem Untersuchung von Parawissenschaften.
00:29:36: Richtig und natürlich auch auf die Lipid-Liga und aktuelle kardiologische Fachliteraturen?
00:29:40: Genau!
00:29:41: Und ich werde heute den medizinischen Konsens verteidigen.
00:29:44: Also die Dämonisierung von Cholesterinsenkern ist eine lebensgefährliche Pseudowissenschaft.
00:29:49: Die Kausalität ist unbestreitbar LDL-Kolisterin verursacht Arteriosklerose und Statine retten Millionen von Leben.
00:29:56: Okay, ich werde argumentieren dass die Wissenschaftler und Fachgesellschaften sich diese Verschwörungstheoretiker quasi selbst herangezüchtet haben.
00:30:04: Ja jahrzehntelang so reductionistische Diätdokument predigt und parallel dazu die Kolisteriengrenzwerte immer und immer tiefer schraubt und zwar just dann wenn unfassbar teure neue Medikamente auf den Markt kommen der darf sich nicht wundern.
00:30:16: Diese arrogante fehlerhafte Kommunikation hat einen absolut legitimes Misstrauen in der Gesellschaft geradezu provoziert.
00:30:23: Dann lass uns doch direkt mal tief in die Biologie einsteigen.
00:30:26: Walter Hartenbach, also der Autor dieser Cholesterinlüge, war übrigens Chirurg und kein Lipidologe.
00:30:33: Wichtiges Detail!
00:30:34: Absolut
00:30:34: Er hat einen Buch auf den Markt geworfen passenderweise im obskuren Kopfverlag erschienen das grundlegende biochemische Fakten einfach auf den Kopf stellt.
00:30:42: er behauptet unter anderem dass Statine den Hormonhaushalt zerstören und Krebs verursachen würden
00:30:47: Wobei die Logik, die ja den Lesern da präsentiert, ja erst einmal bestechend simpel ist.
00:30:51: Ich meine, Cholesterin ist der molekulare Baustein für unsere Steroid-Hormone also Cortisol, Testosteron, Oestrogen.
00:30:59: Hattenbach sagt halt.
00:31:00: wenn man das Cholsterin im Blut medikamentös senkt trocknet man unweigerlich die Hormonproduktion des Körpers aus.
00:31:06: Für ein Lein klingt es doch absolut einleuchtend oder?
00:31:08: Es
00:31:08: klingt einleuchten bis man versteht wie unsere Zellen wirklich arbeiten.
00:31:14: Hattenbach ignoriert völlig, dass Organe wie die Nebennieren oder die Keimdrüsen, die diese Hormonier produzieren nicht passiv am Bluttropf hängen.
00:31:22: Richtig!
00:31:23: Die haben ihre eigene intracelluläre Cholesterinsynthese.
00:31:27: Wenn im Blutkreislauf weniger LDL-Cholesterin zirkuliert dann fährt die Zelle einfach ihre eigene Produktion hoch.
00:31:33: Das ist dieser wunderbare Autopilotenmechanismus der Biologie.
00:31:37: Der zirculierende Blutwert ist also gar nicht der limitierende Faktor für die Nebennierenrinde.
00:31:41: Völlig richtig Und das sehen wir ja auch in gigantischen Datensätzen in der echten Welt.
00:31:46: Nimm zum Beispiel die Prosper-Studie, das ist nicht einfach nur ein Name auf einem Papier – das war eine Untersuchung mit knapp sechzigtausend Patienten über viele Jahre!
00:31:54: Oh, sechzigtausende?
00:31:55: Ja
00:31:56: und wenn Statine wirklich die Hormonproduktion kappen würden, hätten wir bei sechziechtausenden Menschen massive Ausfälle von Cortisol oder Testosterone sehen müssen… haben wir aber nicht.
00:32:06: Es gibt sogar Langzeitstudien mit Kindern, die an einem genetisch bedingten extremen Cholesterinüberschuss leiden.
00:32:12: Ah, die familiärer Hypercholesterinemie.
00:32:14: Genau die!
00:32:16: Diese Kinder bekommen jahrelang Pravastatin.
00:32:18: Selbst in der hochsensiblen Phase der Pubertät verändern sich ihre Hormonspiegel nicht im Geringsten.
00:32:23: Okay das ist eindeutig...
00:32:24: Und die Behauptung mit dem Krebsrisiko?
00:32:26: Ebenfalls in dieser Dimension widerlegt.
00:32:29: Hattenbach argumentiert hier im Grunde wie ein Historiker, der den Zweiten Weltkrieg analysiert aber aus Prinzip alle Dokumente verbrennt, die nach neunzehntetachzig veröffentlicht wurden.
00:32:37: Für Schöner Vergleich Er klammert sich an Uralthesen und ignoriert, wie celluläre Bio-Synthese wirklich funktioniert.
00:32:45: Wer Patienten auf dieser Basis einredet sie müssten ihre Medikamente absetzen spielt russisches Roulette mit deren Herzkranzgefäßen.
00:32:51: Da gehe ich völlig mit!
00:32:52: Die biochemischen Fehlschlüsse in diesen Büchern sind wirklich frappierend aber da muss ich direkt einhaken denn die Art und Weise wie die evidenzbasierte Medizin auf diese Bücher reagiert ist Teil des Problems.
00:33:04: Inwiefern?
00:33:05: Na ja, wenn wir so tun als sei die Statientherapie ein reines Wundermittel ohne Markel bereiten wir genau den Nährboden für Hartenbarunkonsorten.
00:33:13: Aber niemand von den Experten behauptet es gäbe keine Marke!
00:33:16: Doch genauso kommt es in der Praxis beim Patienten oft an – auch wenn die Mythen über Krebs und Cortisol quatsch sind, sind die echten Nebenwirkungen der Statine für Patienten massiv spürbar.
00:33:25: Du sprichst die Myopathien an?
00:33:27: Richtig, wir sprechen hier von Muskelschmerzen.
00:33:28: Bei manchen geht das bis hin zur Raptomyolyse also einem tatsächlichen Zerfall von Muskelgewebe.
00:33:34: Und wenn ein Patient mit Schmerzen in den Beinen zu seinem Kardiologen geht und der Arzt winkt ab und referiert über die Framingham-Studie, dann fühlt sich der Patient nicht ernst genommen.
00:33:42: Der geht nach Hause, googelt und landet beim Kopfverlag.
00:33:46: Das ist sicher an Problemen der ärztlichen Empathie und Aufklärung ja!
00:33:49: Aber lass uns den Wirkmechanismus von Statinen kurz aufdröseln um zu verstehen warum Kardiologen so vehement auf dieser Therapie beharren?
00:33:56: Statine blockieren in der Leber ein Enzym mit dem sperrigen Namen HMG-CoA-Reduktase.
00:34:02: Der Hauptschalter
00:34:02: sozusagen?
00:34:03: Exakt, das ist der Hauptschalter für die körpereigene Cholesterinproduktion.
00:34:06: Genau!
00:34:07: Und wenn die Leber merkt Hoppla meine Eigenproduktion sinkt was macht sie dann?
00:34:10: Sie baut mehr LDL Rezeptoren auf ihre Oberfläche ein.
00:34:13: Sie fährt quasi ihre Fangnetze aus um sich das benötigte Cholesterin direkt aus den vorbei fließenden Blut zu fischen.
00:34:19: Richtig
00:34:19: und genau dadurch sinkt der Spiegel im Blutkreislauf drastisch ab.
00:34:23: es sind wirklich Genialer körper-eigener Rückkopplungsmechanismus, den wir pharmakologisch nutzen.
00:34:29: Und das Resultat ist phänomenal!
00:34:31: Die Gefäßverkalkung wird gestoppt.
00:34:33: Ja und genau da liegt mein Hauptkritikpunkt an eurer Argumentation.
00:34:37: Lass uns über das Warum der Gefäschverkorkung sprechen.
00:34:40: Wir starren immer wie hypnotisiert auf diese eine Zahl auf dem Laborzettel – Das LDL
00:34:44: Weil es messbar und kausal ist.
00:34:46: Aber schauen wir uns doch mal die sogenannten Scavenger Pathway an.
00:34:49: Wie entsteht ein Pluck wirklich?
00:34:51: Ein Teil des LDLs im Blut wird oxidiert, das heißt es wird chemisch beschädigt.
00:34:55: Durch oxidativen Stress genau!
00:34:57: Richtig durch freie Radikale, durch Rauchen, durch zu hohen Blutdruck, durch einen entgleisten Blutzucker.
00:35:02: Erst dieses Beschädigte-Oxidierte-LDL wird von unserem Immunsystem als gefährlicher Eindringling erkannt.
00:35:07: Okay ich sehe, worauf du hinauswärtsst.
00:35:09: Unsere Makrophagen also die Fresszellen stürzen sich darauf Sie überfressen sich förmlich an diesem oxidierten Fett blänen sich auf und werden zu sogenannten Schaumzellen Und diese Schaumbzellen lagern sich in den Wänden der Blutgefässer ab.
00:35:20: Boom, das ist der Beginn der Arteriosklerose.
00:35:22: Das ist die Pathophysiologie.
00:35:24: ja.
00:35:24: Warte!
00:35:24: Wenn wir das wissen, warum konzentriert sich die moderne Kardiologie dann fast schon religiös darauf nur das pure LDL-Kolesterin um jeden Preis zu senken?
00:35:32: Warum wischen wir ständig das Wasser auf dem Boden auf anstatt das Loch im Dach zu flicken?
00:35:37: Das ist ein rhetorisch schöner Vorwurf aber...
00:35:39: Um's biologischer auszudrücken, wir konzentrien uns manisch darauf den Kolesterin rauch aus dem Zimmer zu blasen, ignorieren aber das metabolische Feuer Also den Bluthoch druckt den Stress und das Rauchen, dass die Gefäßwände überhaupt erst entzündet.
00:35:51: Diese Metapher hinkt aber an einer ganz entscheidenden Stelle!
00:35:54: Du tust so als wäre das LDL nur ein unschuldiger Zuschauer der zufällig in einen Feuer gerät – aber so ist es eben nicht….
00:36:00: Es ist nicht der einzige Brandstifter
00:36:02: ….
00:36:02: Aber es ist der physische Rohstoff der Plak….
00:36:05: Ohne LDL-Kolesterin gibt's keine Arteriosklerose.
00:36:08: Punkt.
00:36:09: Selbst Wenn du einen Kettenraucher hast, dessen Gefäß Innenwände also das Endothel durch den Rauch komplett zerschossen und entzündet sind.
00:36:16: Wenn dieser Mensch ein extrem niedriges LDL-Kolesterin hat kann sich keine Plak bilden.
00:36:21: Weil das Material fehlt?
00:36:22: Genau!
00:36:22: Es fehlt schlicht das Baumaterial.
00:36:25: Die Fokussierung auf die Senkung des LDL ist also kein blinderfetisch sondern es ist der wirksamste und direkteste Hebel den wir haben um den Prozess physikalisch aufzuhalten.
00:36:34: Das mag biochemis stimmen aber das erklärt nicht den... Desaströsen Verlust der Glaubwürdigkeit in der kardiologischen Forschung der letzten Jahrzehnte.
00:36:42: Wir müssen den großen Dietbluff ansprechen, der genau in dieses Bild
00:36:45: passt.".
00:36:46: Ich komme da nochmal auf Alexander Ignatowski und seine Hasen aus dem Janundzundert-acht zurück.
00:36:50: Weißt du wie die Wissenschaftskommunikation damals aussah?
00:36:53: Sie war katastrophal vereinfachend – das strahlt dich gar nicht ab!
00:36:57: Sie war nicht nur vereinfachernd, sie war reif für ein satirisches Bühnenprogramm.
00:37:00: Man hat Enzel Keyes und seine sogenannte Siebenländerstudie in den Fünfzigerjahren genommen.
00:37:05: Kies ist quer durch Europa und Asien gereist und hat geschaut, wo die Menschen viel tierisches Fettessen und wo sie viele Herzinfarkte haben.
00:37:12: Die klassische Verwechslung von Korrelationen-Kausalität.
00:37:15: Exakt!
00:37:16: Erfand eine Korrelacion und rief Heureka das Kolesterin.
00:37:19: im Essen is der Mörder.
00:37:20: Dass das pure Korrelations war wurde völlig ignoriert und eine gigantische Maschinerie wurde angeworfen.
00:37:26: Und die Industrie für verarbeitete Lebensmittel hat das natürlich dankend
00:37:29: ausgenutzt?
00:37:30: Absolut Die Butter wurde verbannt, die Menschen wurden mit künstlich gehärteter Margarine abgespeist.
00:37:35: Die dann Ironie der Geschichte voller Transfette war, die das Herzrisiko real erst recht in die Höhe trieben.
00:37:41: Das war definitiv ein Irrweg!
00:37:43: Und die physiologische Wahrheit?
00:37:44: Wenn ein gesunder Mensch ein Ei ist, nimmt er dietetisches Kollisterin auf.
00:37:48: Was macht die Leber?
00:37:49: Sie misst den Wert und drosselt sofort ihre Eigenproduktion.
00:37:52: Ein perfekt ausbalanciertes Feedback-System.
00:37:54: Genau
00:37:54: – das Kollisterin aus der Nahrung hat kaum Auswirkungen auf unseren Blutspiegel….
00:37:59: Wenn man den Menschen vierzig Jahre lang einredet, ihr geliebtes Spiegelei sei eine tödliche Bedrohung und dann plötzlich sagt Ups war doch nicht so schlimm aber bitte nehmt jetzt alle diese Pillen.
00:38:07: Wer um Himmels Willen soll dieser Institution dann noch vertrauen?
00:38:10: Ich bin da völlig bei dir was die historische
00:38:12: Kommunikation
00:38:13: angeht.
00:38:13: das war ein Versagen der Epidemiologie.
00:38:16: Aber wir dürfen dieses Versagen bei der Ernährung nicht mit der genetischen Realität des Stoffwechsels vermischen.
00:38:22: Das sind zwei verschiedene Welten.
00:38:24: Naja sie hängen in der Wahrnehmung der Patienten aber zusammen.
00:38:27: Mag sein.
00:38:28: Aber lass mich dir ein Beispiel geben, dass den kausalen Zusammenhang zwischen dem Cholesterinspiegel im Blut und der Arteriosklerose unumstößlich beweist.
00:38:36: Die familiäre Hypercholesterin-ME die wir eben schon kurz erwähnt haben.
00:38:39: Die genetische Störung der Rezeptoren ja?
00:38:41: Exakt!
00:38:42: Das ist ein Gendeffekt.
00:38:43: Erinnert dich an die LDL-Rezeptoren auf der Leber Bei diesen Patienten sind diese Rezeptorn genetisch defekt oder fehlen ganz.
00:38:50: Die Leber kann das LDL also nicht aus dem Blut fischen.
00:38:53: Der Spiegel steigt ins Unermessliche.
00:38:55: Was dramatische Folgen hat?
00:38:56: Weißt du, was mit diesen Menschen passiert?
00:38:58: Wenn wir sie nicht behandeln bekommen Sie oft schon in Ihren zwanzigern oder dreißigern massive tödliche Herzinfarkte und das völlig unabhängig davon ob sie vegan leben Marathon laufen oder rauchen.
00:39:08: dieser genetischen Unfall beweist uns unmissverständlich dass ein chronisch erhöhter LDL-Spiegel im Blut zwangsläufig die Herzkranzgefäße zerstört.
00:39:16: Das ist keine Diätlüge!
00:39:17: Das ist knallharte Biologie.
00:39:19: Niemand leugnet die Existenz oder die Dramatik dieses Gendeffekts.
00:39:22: Das sind Extremfälle und bei diesen Menschen ist eine massive, pharmakologische Intervention absolut unumstritten.
00:39:28: Okay
00:39:28: gut!
00:39:29: Aber jetzt kommen wir zum springenden Punkt der eigentlichen Crux unserer heutigen Debatte.
00:39:32: Es geht um die unauffaltsame Grenzwertspirale bei den völlig normalen Patienten.
00:39:37: Wenn man sich aktuelle Ausgaben des Arzneitelegramms anschaut, springt einem geradezu warnwitzige Entwicklung ins Auge.
00:39:44: Du meinst Die Absenkung der LDL-Ziele in den Leitlinien?
00:39:47: Absenkung ist ein harmloses Wort dafür.
00:39:49: Noch vor ein paar Jahren haben Kardiologen gesagt, ein LDL-Wert von unter µmol pro Liter, also grob siebzig Milligramm pro D-Ziliter das ist ein exzellenter Zielwert für Hochisikopatienten.
00:40:00: Dann plötzlich reichte das nicht mehr.
00:40:01: die Fachgesellschaften senken den Wert auf eins Komma vier und heute gibt's Leitlinien die fordern Eins Komma Null oder sogar noch weniger.
00:40:08: Das folgt dem Prinzip lauer is better.
00:40:11: Also je tiefer desto besser.
00:40:14: Das klingt wie der abgedroschene Slogan einer Werbeagentur.
00:40:16: Und jetzt schauen wir uns mal die handfeste Mechanik dahinter an, das ist ein Wert den wir biologisch bei Neugeborenen finden.
00:40:24: Ein erwachsene Menschen dorthin zu drücken ist mit normalen Mitteln kaum machbar!
00:40:28: Das ist biologische tatsächlich sehr anspruchsvoll?
00:40:30: Sehr ansprungsvoll.
00:40:31: aber rate mal wer rein zufällig die perfekte sündhaft teure Lösung für dieses künstlich geschaffene Problem hat... Die Pharma-Branche Auftritt der PCSK.
00:40:40: neun Hammer
00:40:41: Das sind die neuen monoklonalen Antikörper
00:40:43: Richtig.
00:40:44: Das Enzym PCSK-IX ist im Körper quasi der Zerstörer unserer eigenen LDL Rezeptoren.
00:40:49: Blockiere ich dieses Enzyme mit einem Antikörper überleben viel mehr Rezeptor auf den Leber und saugen das Cholesterin ab.
00:40:55: Biologisch elegant, zweifellos...
00:40:57: Absolut!
00:40:58: Aber diese Dinge müssen alle paar Wochen subkutal gespritzt werden.
00:41:00: Weißt du was so eine Spritze von einem Präparat wie Evolocomap kostet?
00:41:04: Über twohundertdreiunddreißig Schweizer Franken.
00:41:06: Wir reden hier von tausenden Euro im Jahr für einen einzigen Patienten.
00:41:11: Das sieht doch für jeden denkenden Menschen aus wie ein abgekartetes Spiel.
00:41:14: Das ist eine starke Behauptung!
00:41:15: Die Fachgesellschaften setzen den Grenzwert auf dem Papier einfach so unerreichbar tief, dass alle bisher gesunden oder gut eingestellten Menschen plötzlich wieder behandlungsbedürftig sind.
00:41:23: und schon haben wir einen Milliardenmarkt für die neue Hightech-Waffe geschaffen.
00:41:28: Ich sehe völlig ein warum dieses Timing zynisch wirken
00:41:31: kann.
00:41:32: aber diese Argumentation stellt die Kausalität wirklich auf den Kopf.
00:41:36: Die Leitlinien wurden nicht gesenkt, weil jemand zufällig Antikörper im Schrank hatte und sie verkaufen wollte.
00:41:41: Ach nein!
00:41:41: Nein – die Grenzwerte wurden gesenked, weil wir immer präzisere Methoden und immer gewaltigere Datenmengen bekommen haben.
00:41:48: Wir haben gelernt, dass auch bei einem Bait von Fahndaten einige Hochrisikopatienten immer noch in Fahngdaten.
00:41:54: Das ist das sogenannte Restrisiko.
00:41:56: Und Großstudien wie die Fourier-Studie haben eindrucksvoll gezeigt, wenn wir dieses LDL noch weiter runter drücken auf eins Komma vier oder tiefer dann verhindern wir noch mehr Herzinfarkte.
00:42:07: gerade in der Sekundärprävention also bei Menschen die schon einen Herzinfakt oder Schlaganfall überlebt haben es jede weitere Absenkung schlichtweg ein gewonnener Lebensmonat.
00:42:16: da geht es nicht um Profit da geht Es um Überleben.
00:42:18: Da muss ich dir vehement widersprechen, denn diese Logik offenbart den fundamentalen Denkfehler der modernen Lipidologie.
00:42:24: Wir jagen hier blind einem Surrogatparameter hinterher.
00:42:28: Ein Surrogate-Parameter erkläre das kurz?
00:42:30: Ein Surogatparometer ist ein Ersatzmesswert an reines Laborergebnis.
00:42:34: Wir glauben – weil das Senken der Cholesterinzahl auf dem Papier bei Statinen geholfen hat – ist jedes Medikament dass diese Zahl manipuliert automatisch einen Segen für den Patienten aber die Medizingeschichte es gepflastert mit den Leichen dieser Annahme.
00:42:46: Erinnerst du dich noch an das absolute Desaster rund um Torzetrapipp?
00:42:50: Oh ja, dass ist in der Tat der wohl dunkelste Moment der modernen Kardiologie.
00:42:55: Und weh!
00:42:56: Pfizer hat Milliarden in dieses Medikament gepumpt – es war ein CETP-Hämmer.
00:43:01: Die Idee dahinter war wir manipulieren den Müllwagen des Blutes.
00:43:05: Wir senken nicht nur das böse LDL sondern wir erhöhen künstlich das gute HDL-Kolesterin, das den Müllsurleber abtransportieren soll.
00:43:13: Die biochemische These war damals extrem populär, das stimmt
00:43:16: Und das Labor bestätigte diese These scheinbar perfekt.
00:43:19: Die Patienten Namen Totsitrapieb und ihre Laborwerte sahen fantastisch aus, traumhaft!
00:43:24: Das böse LDL im Keller, das gute HDL in nie gekannten Höhen... Wenn wir nach Surrogat-Parametern gehen hätte das ein Wundermittel sein müssen.
00:43:32: War es aber nicht?
00:43:33: Nein.
00:43:34: Die große klinische Studie musste abrubt abgebrochen werden.
00:43:38: Warum?
00:43:38: Weil die Patienten, die Torzitrapiepschluckten signifikant häufiger starben und mehr Herzinfarkte erlitten als die Kontrollgruppe, die nur ein normales Statin bekam.
00:43:47: Man hatte zwar die Menge des HDL-Transporters massiv erhöht ...
00:43:50: Aber diese Transporter waren funktionell kaputt?
00:43:53: Sie haben den Müll nicht abtransportiert!
00:43:54: Sie haben das System verstopft!
00:43:56: Man hat die Zahl auf dem Papier glorreich besiegt aber... Den Patienten umgebracht.
00:44:02: Das zeigt uns noch Unwiderlegbar, dass wir den menschlichen Stoffwechsel nicht einfach auf eine simple Tachonadel in einem Laborbericht reduzieren können.
00:44:09: Die man beliebig nach unten drehen darf!
00:44:10: Das Torzeitrapieb-Desaster ist ein fantastisches Beispiel aber es unterstützt letztlich meine Argumentation für den wissenschaftlichen Fortschritt.
00:44:18: Wie denn?
00:44:18: Warum?!
00:44:19: weil es die Medizinbranche bis ins Markt erschüttert hat.
00:44:22: Genau wegen dieses Schocks hat die Kardiologie gelernt, dass wir uns eben nicht mehr auf reine Laborwerte verlassen dürfen.
00:44:27: Als sie neuen PCSK-Neunhemmer auf den Markt kamen, reichte es den Zulassungsbehörden ihm nicht mehr, dass Sie das LDL senken.
00:44:33: Ja, sie mussten mehr liefern!
00:44:34: Sie mussten in monströsen Outcome-Studien wie im der Fourier-Studie beweisen, daß sie harte klinische Endpunkte verbessern –
00:44:41: d.h.,
00:44:41: weniger Tote, Echte Herzinfarkte.
00:44:44: Und genau das haben sie bewiesen!
00:44:46: Der Rückgang der Ereignisse ist real, nicht nur auf dem Papier.
00:44:49: Bei den absoluten Hochrisikopatienten ja?
00:44:51: Genau.
00:44:51: Wo ich dir aber völlig recht gebe, ist die berechtigtes Kepsis gegenüber der Ausweitung dieser extremen Grenzwerte auf die Primärprävention – also auf Menschen, die einfach nur etwas erhöhte Cholesterinwerte haben, aber ansonsten kein gesund sind.
00:45:03: Da ist der absolute Nutzen einer teuren Antikörpertherapie verschwindend gering.
00:45:06: Hier müssen wir dringend differenzieren….
00:45:09: Aber wir dürfen in diesem norsierten Diskurs nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.
00:45:13: Die Komplexität, die Rückschläge wie bei Torze Trapieb und auch die historischen Fehltritte bei den alten Ernährungsempfehlungen – all das zeigt nicht dass die Medizin lügt.
00:45:21: es zeigt wie Wissenschaft funktioniert!
00:45:23: Durch
00:45:24: ausprobieren?
00:45:25: Durch Falsifikation durch schmerzhaftes Dazulernen.
00:45:28: Professor Hartenbachs Werk hingegen bot keine neuen Erkenntnisse Es bot nur gefährliche Ignoranz.
00:45:33: Die empirische Beweislast für den kardiovaskulären Nutzen der LDL-Senkung bei kranken Patienten ist und bleibt historisch adrückend.
00:45:40: Ich bestreite die Wirkung bei den echten Risikopatienten ja überhaupt nicht, aber meine Schlussfolgerung aus dieser ganzen Geschichte ist eine andere.
00:45:47: Die fehlerfreie evidenzbasierte Wissenschaft der Welt wird am Ende des Tages vollkommen nutzlos wenn die ausführende Institution das Vertrauen der Gesellschaft verspielen.
00:45:55: Das ist der Knackpunkt!
00:45:57: Wenn eine Industrie so agiert als ginge es primär um die Schaffung neuer Märkte durch das unablässige Neudefinieren von Grenzwerten, durch die Fokussierung auf hochprofitable Antikörpertherapien statt auf Ursachenbekämpfung.
00:46:09: Dann entfremdet sie den Patienten.
00:46:11: und wenn wir dazu noch diese historische Arroganz addieren mit der jahrzehntelang völlig ahnungslos natürliche Nahrungsfette verteufelt wurden dann rollen wir Leuten wie Hartenbach den roten Teppich förmlich aus.
00:46:22: Da hast du leider recht!
00:46:24: Das Kernproblem ist nicht, dass die Patienten dumm oder wissenschaftsfeindlich sind.
00:46:28: Das Problem ist das der medizinisch-industrielle Komplex selten die Größe hat offen zu kommunizieren was er sicher weiß und was viel wichtiger ist was er eben noch nicht verstanden
00:46:36: hat.
00:46:37: Da finden wir tatsächlich einen enormen starken Punkt der Konvergenz.
00:46:41: Die Fallibilität also die grundsätzliche Fehlbarkeit der medizinischen Forschung ist real.
00:46:46: Medizin ist ein iterativer Lernprozess kein in stein gemeißeltes Gesetzbuch.
00:46:50: Absolut, aber genau deshalb ist ein kritischer tiefer Diskurs so elementar.
00:46:55: Wir müssen absolut in der Lage sein die ökonomischen Fehlanreize der Pharmaindustrie und die blinden Flecken der Kardiologie satirisch und messerscharf zu kritisieren ohne gleich in die dunklen Fänge der Pseudomedizin und der Verschwörungserzähler abzugleiten.
00:47:08: wir können das Frühstücksei völlig rehabilitieren Und gleichzeitig anerkennen dass Statine Millionen Menschen auf diesem Planeten das Leben retten.
00:47:17: Und genau mit diesem Spannungsfeld entlassen wir unsere Hörer wieder in die Realität der Wartezimmer.
00:47:21: Wenn Sie das nächste Mal beim Arzt sitzen und er Ihnen den Computerausdruck mit dem Laborwerten über den Schreibtisch schiebt, denken sie kritisch mit!
00:47:28: Verfallen Sie nicht in existenzielle Panik nur weil ein kleines rotes Sternchen neben Ihrem LDL-Wert aufblängt?
00:47:33: Richtig... Aber werfen Sie bitte auch nicht Ihre verschriebenen Medikamente in den Müll, nur weil jemand einen Buch mit einem reißerischen Verschwörungstitel geschrieben hat.
00:47:40: Ein perfektes Schlusswort.
00:47:42: Der menschliche Stoffwechsel ist kein simples mechanisches Abflussrohr.
00:47:46: Und Cholesterin ist nicht einfach nur Schmutz, der sich wahrlos ablagert.
00:47:49: Die medizinische Wahrheit ist tiefgreifend komplex, faszinierend und immer im stetigen Wandel.
00:47:55: Behalten Sie das im Hinterkopf!
00:47:57: Wir danken Ihnen fürs Zuhören und für's kritische Mittenken – bis zum nächsten Mal bei The Debate.
00:48:11: Was ihr machen könnt, ihr könnt quasi unten nachgucken und eins zu eins abarbeiten.
00:48:16: Was euch fehlt an Laborwerten was ihr an Tipps machen könnt wo welche Seiten ihr nachlesen könnt wie die Quellenlage ist, die Quellennage für das Debategespräch gerade Und auch die Quellinglage und die Grundlagen für das Gespräch zwischen Frank und Maria was ihr eben gehört habt.
00:48:31: Wie geht es weiter?
00:48:33: Ihr habt jetzt den Darm gehört.
00:48:35: als erstes Dann habt ihr Zucker also Kohlenhydrate Ballaststoff von ähnliches gehört.
00:48:42: Er habt die Fettfolge jetzt durchgehört, die heute beschließt und in zwei Wochen geht es weiter mit den Eiweißen.
00:48:51: Eiweiße Proteine Aminosäuren ein ganz großes Thema.
00:48:56: der dritte Makronährstoffe.
00:48:58: Wenn alle drei Makronärstoffe durch sind werde ich die ganze Sache zusammenfassen natürlich auch Tipps geben Und dann werde ich bevor ich in die Mikronährstoffe gehe also die kleinen Bausteine werde ich dann eine Reihe machen mit Diäten.
00:49:14: Mit verschiedenen Diänten und Ideen, wie die Diäden funktionieren weil dir immer eine Idee haben, wie man mit den Makronierstoffen umgeht.
00:49:23: wenig Fett viel Zucker viel Zucker wenig fett viel Protein Eiweißreich kein Eiweiss viel Zucker wann am Tag wirum wieso fructose Glucose?
00:49:33: all diese diäten werde ich aufarbeiten Und euch die Vor- und Nachteile Aufzeigen und auch Tipps geben wie man herausfinden kann, welche Diät für einen individuell möglicherweise die beste Diät ist.
00:49:49: Viel Spaß mit dem Zuhören und wieder einhören, mit dem Lesen der Show-Notes und wir hören uns wieder in zwei Wochen!
00:49:56: Ja meine lieben Zuhörer ihr hört den TrueMate Podcast Tatortgesundheit überall da wo ihr Podcast hört Und freut euch auf die nächsten Folgen, ich hatte schon darüber gesprochen was da kommt.
00:50:09: Gerne könnt ihr mir eine Sterne geben, ihr könnt mich verlinken verleiten und dann andere Hörer empfehlen weil ich glaube das dass ich hier zu sagen habe eben als Two-Mate oder ehrliche oder wahre Medizin geht eigentlich niemanden nicht an sondern jedem.
00:50:28: es geht jeden an und deshalb gibt's kaum
00:50:30: jemanden der meinen
00:50:32: Podcast nicht hören sollte.
00:50:34: Und ich freu mich, wenn ihr nächste Woche wieder einschaltet, wenn es wieder heißt Tag und Gesundheit euer TrueMate Podcast von Dr.Mate Frank Essers eurem Gesundheitskompass euren Reiseleiter auf eurem Reise zu eurer wahren Gesundheit dem Master der Mikronährstofftherapie und Regierungsphäsität.
00:50:54: um noch viel mehr.
00:50:55: Bis demnächst tschüß.